© US-Teddy-Spezialclub since 2006
Es war einmal ...
US-Teddy Spezialclub und Freunde e.V. since 2006 US-Teddy Spezialclub und Freunde e.V. since 2006

1996 ...

Sigrid Tooson - von uns verehrte Gründerin dieses Vereins - und zwei ihrer Freundinnen haben sich in die plüschigen US-Teddies verliebt. Das Problem war leider, dass diese Rasse ausschliesslich im weit entfernten Amerika zu finden war. Aber lassen wir Sigi die Geschichte doch selber erzählen: Am 8. Mai 1996, kamen die ersten US-Teddies nach Deutschland. Zu diesem Zeitpunkt hatte der eine oder andere schon von dieser Rasse aus den USA gehört, auch gab es seit kurzer Zeit US-Teddies in der Schweiz, aber bei uns hatte man noch keine gesehen, und die Rasse war weitestgehend unbekannt. Über eine Mailing Liste für Meerschweinchen in Amerika erfuhr ich mehr über die Teddies und lernte dort auch die Familie Bob und Judy Ingersoll kennen, die mir anboten Teddies über Delta Air Lines nach Frankfurt zu schicken. Ich fragte meine beiden Freundinnen Joyce den Otter und Hannelore Lang, ob sie das mit mir zusammen angehen wollten, denn alleine waren mir die Kosten zu hoch. Beide waren sofort Feuer und Flamme wie ich. Gesagt – getan! Wir bestellten Teddies und zu dem Zeitpunkt auch ein Pärchen Glatthaar in Solid-Silberagouti, die mit diesem Flug ebenfalls zum ersten Mal nach Deutschland kamen, und auf die sämtliche jetzt existierenden Exemplare zurück gehen. Am 8. Mai 1996 sollte es dann soweit sein. Furchtbar aufgeregt machten Hannelore, Joyce und ich uns auf den Weg zu Delta Air Lines, um die Teddies abzuholen. Auf den Bildern sieht man, wie ich die Frachtpapiere unterschreibe und wie wir für die Tiere Zollgebühren zahlen mussten. Die Zollbeamtin konnte kaum glauben, dass so verrückte Deutsche sich Meerschweinchen aus Amerika schicken ließen… Die Tierstation wollte dann auch noch einen nicht zu geringen Obolus. Unsere heiß ersehnten Teddies wurden von Sekunde zu Sekunde teurer, aber das war uns natürlich völlig schnuppe – so kurz vor dem Ziel. Jetzt war es soweit, die Teddies wurden in ihren Transportboxen (in 6 Fächer aufgeteilte Gitterkäfige auf Metallböden, siehe Bild) zu uns heraus gerollt. Die Tiere nicht gleich aus den Boxen zu holen kostete einiges an Überwindung, aber es war besser noch zu warten. Bei Hannelore zu Hause angekommen, wurden alle Tiere begutachtet und verteilt. Bis dahin wusste niemand von uns, wer was bekommen sollte und wie die Tiere nun ausschauten. Wir waren überwältigt. Ich suchte mir damals den „Fuzzy Bear“ (dass alle Teddyböcke bei mir den Zusatz Bear bekommen sollten, hatte ich schon im Vorfeld beschlossen, und auch Fuzzy Bear hatte seinen Namen schon, da war er noch nicht da), Clementine und Agneta aus, alle 3 Schildpatt mit Weiß, sowie Adalgisa, die abgebildete silberagouti-weiße Sau. Ich hatte einen guten Griff getan, denn Fuzzy Bear vererbte sich so gut und hatte in seinem langen, produktiven Leben, so viele Nachkommen, dass er maßgeblich für die Verbreitung der Rasse in Deutschland verantwortlich ist. Noch heute wundere ich mich über das Vertrauen von Bob und Judy, denn die Tiere waren schon auf dem Weg nach Europa bevor wir sie bezahlen konnten. Auf der anderen Seite vertrauten auch wir darauf, gute Tiere zu bekommen, und so war es auch. Die Tiere waren gesund, absolut nicht geschockt oder traumatisiert von dem langen Flug und von guter Qualität, wie wir heute wissen. Über die Farben kann man streiten, unsere Standards gehen in dieser Hinsicht auseinander -  und für unsere Ansprüche dürfen die Farben intensiver, dies wurde nach einigen Jahren durch Selektion auch erreicht. In den kühnsten Träumen hätte ich mir nicht ausgemalt, dass die US-Teddies einmal eine dermaßen große Rolle in meinem Leben spielen würden und auch in der gesamten deutschen Meerschweinchenwelt. Diese Rasse trat innerhalb kurzer Zeit einen Siegeszug an, der seinesgleichen sucht. Inzwischen stellt diese Rasse in einer großen Vielfalt von Farben fast immer die zweit- oder zumindest drittgrößte Klasse bei allen bundesdeutschen Ausstellungen. Zu den anfangs anerkannten Farben im Standard des MFD BD e.V. kamen über die Jahre noch viele Farbschläge dazu: Lilac-Gold-Weiß (2002 Sigrid Tooson, Philipp Bernard), Goldagouti-Rot-Weiß (Ingrid Jung), Beige-Gold-Weiß (2004 Elke Puhlmann), Slate Blue-Gold-Weiß (2004 Sigrid Tooson, Philipp Bernard) und Quadri Foglio (2004 Sigrid Tooson, Philipp Bernard, Claudia Muthweiler). Dadurch ist der US-Teddy nach den Glatthaar und Englisch Crested die Rasse mit der größten anerkannten Farbvielfalt. Das Bestreben unseres Spezialclubs ist, auch weiterhin neue Farben zur Anerkennung zu bringen. Für unseren Verein ist es bereits möglich, auf unseren Tischschauen noch nicht anerkannte Farben auszustellen, wenn die Farben oder Zeichnungen für irgendeine Rasse beim MFD anerkannt sind. ... und wenn sie nicht gestorben sind, züchten sie heute noch US-Teddies! Ein Bericht von Sigi Tooson
nach oben ... nach oben ...